Glaukophan ist ein zur Hornblendegruppe gehöriges und mit dem monoklinen Amphibol isomorphes, ebenfalls nach einem Prisma von 124— 12⁵⁰ Rapaler Mineral, welches meist säulenförmige Krystalle ohne deutliche Endformen, auch körnige Aggregate bildet von graulich-indigoblauer bis lavendelblauer und schwärzlichblauer Farbe und kräftigem Trichroismus. Auch chemisch gehört es zu den Hornblenden, unter denen es ein an Natron und an Thonerde reiches Glied darstellt; das spezifische Gewicht ist 351. Der G. ist vor dem Lötrohr leicht schmelzbar, von Säuren nur sehr unvollkommen angreifbar. Bis zu 20 mm lange und 7 mm dicke Krystalle finden sich in dem Glimmerschiefer der Insel Syra, wo auch ein fast nur aus G. bestehender Schiefer vorkommt; ferner eingewachsen im Gneis bei Zermatt, im Eklogit bei Germagnano in Italien. Mikroskopischer G. findet sich in mehrern krystallinischen Schiefern. Sehr nahe dem G. steht der schwarzblaue Gestaldit, eine ebenfalls natronhaltige, noch thonerdereichere, eisenoxydfreie Hornblende aus Piemont.