Gleichen-Rußwurm (Emilie von), Schillers Tochter, sein jüngstes Kind und ihrem Bater unter ihren Geschwistern geistig und körperlich am ähnlichsten, geb. 25. Juli 1804 zu Weimar, kam 1827 in eine berliner Pension, dann in die Familie von Schillers Freund W. von Humboldt und verheiratete sich 1828 mit dem bad. Kammerherrn Freiherrn Heinrich Adelbert von G. (geb. 28. Nov. 1803). Sie lebte auf dessen Schloß Greifenstein ob Bonland im Untermainkreis, wo ihr Sohn Heinrich Ludwig von G. 25. Okt. 1836 geboren wurde und sie 25. Nov. 187², halb erblindet, starb. Man verdankt ihr interessante Veröffentlichungen zu der Lebensgeschichte und den Werken ihres Vaters. Unter ihren Auspicien erschienen: „Schiller und Lotte. Briefwechsel von 1788—895 (Stuttg. und Augsb. 1856; 2. Aufl., von W. Fielitz, 3 Bde., Stuttg. 1879), «Schillers milt vön zu Eltern, Geschwistern und der Familie von Wolzogen» (Stuttg. 1859), «Charlotte von Schiller und ihre Freundey (3 Bde., Stuttg. 1860—65), Schillers Kalender vom 18. Juli 1795 bis 1805 5 (Stuttg. 1865), „Schillers dramatische Entwürfen (Stuttg. 1867). 0. eimar war sie ein gern gesehener Gast des großherzogl. Hauses. Nach ihrem Tode gab W. von Maltzahn aus ihrem Nachlaß noch heraus: Briefwechsel Schillers mit seiner Schwester Christophine und seinem Schwager Reinwald, 1782—1805 (Lpz. 1875).