Glockenthaler, herzogl. braunschw. Schauthaler, geprägt 1643 und 1644 unter der Regierung Herzog Augusts des Jüngern, und zwar zum Andenken an die Besetzung der Residenz Wolsenbuttel durch österr. Truppen im J. 1643. Man unterscheidet sieben Hauptarten von G., die den letzten sieben Tagen der österr. Besetzung, deren Aufhebung sehnlichst erwartet, aber immer wieder in die Länge gezogen wurde, entsprechen sollen und zu welchen der Herzog selbst die Entwürfe gemacht hat. Auf der Vorderseite befindet sich entweder, wie bei den ersten sechs Arten, das geharnischte Brustbild des Herzogs, oder, wie bei dem siebenten Thaler, das braunschw. Wappen; auf der Rückseite eine Glocke, teils mit, teils ohne Klöppel, versehen mit Sinnsprüchen, oder mit einzelnen Worten, oder auch bloß mit Buchstaben, die verschiedenartig gedeutet worden sind. Die Gepräge sind mannigfach verändert worden, wie denn z. B. vom siebenten G. 19 verschiedene Stempel existieren. Außer den ganzen hat man in Silber auch halbe und viertel G., sowie in Gold Dukaten +½½