FeedGlocken piel (elektrisches)
TechnikBrockhaus 1882

Glocken piel (elektrisches), s. Elektrisches Glocken ½½½ Größe, die nach der diatonischen oder diatonisch-chromatischen Tonleiter gestimmt Rledt um vermittelst einer Klaviatur oder einer Walze durch bewegliche Hämmer zum Erklin-Ku in Melodien gebracht zu werden. Bescheidene fänge 5 solchen finden sich schon in frühen Zeiten, so im 5. Jahrh. das obombulump, bestehend aus einer metallenen Stange mit wagerechtem Kloppel befanden; ein anderes, aeymbalum v, bestimmt, mit der Hand eschüttelt zu werden, umsaßte 18—20 Glocken. iese erinnern an die heutigen rJ½½4 G. bei der Militärmusik. Kleinere at man in Dosen, Etuis und sonstigem lich Carillons genannt, kommen auf Türmen und öffentlichen Gebäuden besondersi in den 1landen vor. In Deutschland vermochten sie sich weniger einzubür * Während in den Niederlanden 115, in Belgien 97 G. in Gebrauch sind, weist Deutschland deren nur 8 auf; das erste kam 1487 mit nur wenigen Glocken und sehr primitivem Mechanismus in Alost in Flandern in Anwendung. Eine dhat sie epochemachende Erfindung zur leichten Handhabe ist die des Holländers Smulders aus Mastricht, die 1875 auf der Parkausstellung in Amsterdam als solche anerkannt wurde. Ein Tastenapparat ermöglicht es, getragene Tonstücke aller Art zur Wusd zu bringen. Nach diesem System ist das neue G. der St. Petrikirche in Hambur 8 mit 40 Glocken eingerichtet. lockenstube ist — — Raum des Kirchturms, in welchem die Glocken hängen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 115Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6