Gohlis, Dorf in der sächs. Kreis⸗ und Amtshauptmannschaft Leipzig, ungefähr 1 km nordnordwestlich von Leipzig, am Ausgange des Rosenthals, hat ein schönes getürmtes Schloß mit Gemälden von Oeser, eine stattliche neue Kirche in got. Stil, eine gute Schule, eine Dampf-⸗Aktienbrauerei, eine eine Fahrit dür Drahtseilbe ein Dampfsägewerk, eine Fabrik für Drahtseilbahnen, eine Fabrik musikalischer Instrumente, viele Kunst- und Handelsgärtnereien, Ziegeleien, Mahlmühle und viele andere gewerbliche Etablissements, und zählt (1880) 9804 E. Mit Leipzig ist G. durch Pferdebahn verbunden. In G. dichtete Schiller im Sommer 1785 das Lied an die Freudeßv. Das Haus, worin er wohnte (seit 11. Nov. 1856 Eigentum des leipziger Schiller-Vereins), ist mit einer hierauf bezüglichen Gedenktafel versehen; auch enthält sein damaliges Wohnzimmer einige Erinnerungen an den Dichter.