Göhrde, ein 270 qkm großer wildreicher Eichen- und Buchenwald im Kreise Dannenberg (südwestlich von Hitzacker) des preuß. Landdrotei Bezirks Lüneburg, ist geschichtlich denkwürdig durch den Sieg der Verbündeten unter Walmoden über die franz. Division Pecheux 16. Sept. 1813, wobei sich das Lützowsche Korps beteiligte und zum ersten mal in Deutschland die Congreveschen Raketen in Anwendung kamen. Das dortige königl. Jagdschloß Göhrde (mit Station der Linie Wittenberge-Lüneburg-Buchholz der Berlin-Hamburger Bahn), auf welchem 1700 Herzog Georg von Celle mit König Karl XII. von Schweden und den Generalstaaten Hollands ein Bündnis gegen Friedrich IV. von Dänemark schloß, ließ König Ernst ohren (Karl Theod. von), Agrikulturchemiker, geb. 25. Febr. 1836 zu Jena, besuchte das Gymnasium in Weimar und studierte seit 1855 in Jena und Berlin Naturwissenschaften. Nachdem er einige Zeit Assistent am Laboratorium in Jena gewesen, wurde er 1859 Leiter der mährisch-schles. agrikulturchemischen Versuchsstation in Blansko, 1864 Professor der Chemie und Technologie an der landwirtschaftlichen Lehranstalt Tehschen-Liehwerd, 1872 Direktor der landwirtschaftlichen Lehranstalt (Francisco-Josephinum) in Mödling. Unter seinen Werken sind hervorzuheben: «Anleitung zu chem. Untersuchungen mit besonderer ber laudauf Landwirtschaft o (Prag 1867), Küber landwirtschaftliches Unterrichtsweseno (Prag 1867), „Die Naturgesetze der Fütterung der bandwürschaftlichen Nutztierer (Lpz. 1872), «Die naturgesetzlichen Grundlagen des Pflanzenbauesv (Lpz. 1877), Boden und Atmosphärey (Lpz. 1877), Methodischer Leitfaden für den chem. Unterricht an landwirtschaftlichen Fachschulend (Wien 1883).