Goldene Rose (rosa aurea), die alljährlich am vierten Fastensonntag oder Sonntag Lätare, welcher deshalb auch der Rosensonntag heißt, vom Papst in Gegenwart des Kardinalkollegiums geweihte goldene Rose, welche er nach der Messe in feierlicher Prozession in der Hand trägt, alsdann als besondere Auszeichnung gewöhnlich einer fürstl. Person schenkt. ann diese Sitte aufgekommen ist, ist nicht sicher. Einige Nose gew schon Papst Leo IX. habe eine goldene Rose geweiht; andere lassen den Gebrauch erst um 1400 aufkommen. Verschenkt wurde die Rose an angesehene Herren am päpstl. Hofe, an Staaten, Städte und Korporationen, jedoch meist an Fürsten. Eine Deutung derselben gibt Papst Innocenz III. in einer Predigt: wie die Rose aus Gold, Moschus und Balsam zusammengesetzt sei, so bestehe auch Jesus Christus aus drei Substanzen, aus der Gottheit, der menschlichen Seele und dem menschlichen Körper.