Goldkrone nennt man zum Unterschied von Silberkrone eine ursprünglich mit einer Krone versehene Goldmünze, die früher in den meisten europ. Staaten nach dem Muster der franz. Couronne d'or, welche König Philipp VI. von Valois seit 1339 prägen ließ, geschlagen wurde. Die G., welche Kaiser Karl V. 1537 für Spanien ausgeben ließ, waren von Dukatengröße, 22 Karat fein; auf die Mark gingen 68 Stück. Die in Deutschland ausgeprägten, die im Gehalt mit den Goldgulden übereinstimmten, aber größer waren, waren jedoch meistens nur 18 Karat fein.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 164Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei