FeedGoldlaubkäfer
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Goldlaubkäfer, s. unter Goldkäfer. Goldlegierungen. Gold läßt sich mit fast allen andern Metallen zusammenschmelzen und die dadurch erzielten Legierungen unterscheiden sich, selbst bei verhältnismäßig geringem Gehalt an durch ar Metall, vorteilhaft von dem reinen Golde urch größere Festigkeit, Härte, Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung. Aus diesem Grunde wird das Gold niemals in reiner Form zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet, sondern erhält immer einen Zusatz von andern Metallen und zwar meist von Kupfer (rote Karatierung), oder von Silber (weiße Karatierung), oder von beiden Metallen (gemischte Karatierung). Die Goldsilber- sowie die Goldkupferlegierungen zeigen die Eigentümlichkeit, daß ihr spezifisches Gewicht nicht mit dem spezifischen Gewicht übereinstimmt, welches sich aus dem ihrer Bestandteile durch Rechnung ableiten läßt, sondern immer geringer ist als das mittlere ihrer Komponenten. Es gestattet daher das spezifische Gewicht einer Legierung keinen sichern Rückschluß auf ihre Metallewerandern Die dem Golde beigemischten etalle verändern die Farbe desselben, ein Zusatz von Kupfer färbt es rötlich, Silber gelblich; man macht hiervon in der Goldschmiedekunst Gebrauch, um Nuancierungen in den verschiedensten Farbentönen herzustellen. Zur Wertbestimmung der G. diente früher in Deutschland die kölnische Mark (233,8555 g) als Einheit und diese wurde in 24 Karat ⸗ 288 Grän geteilt. Mit der allgemeinen Einführung des Decimalsystems hat man die alte unbequeme Rechnungsweise auch hier verlassen und legt gegenwärtig das in 1000 Teile geteilte Gramm, resp. Kilogramm als Einheit allen Angaben zu Grunde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 165Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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