Goodall (Frederick), engl. Maler, wurde 17. Sept. 1822 in London geboren. Er begann seine künstlerischen Studien im Alter von 13 J. unter der Leitung seines Vaters, Edward G. (gest. 1870), eines rühmlich bekannten Kupferstechers. Schon 1836 ward ihm von der Socieéty of Arts eine Medaille für eine Skizze von Lambeth-Palace zuerkannt, und bald darauf erhielt er von demselben Verein einen Preis für sein erstes Slgemälde: die Leiche eines Bergmanns, bei Fackellicht gefunden. Im Sept. 1838 besuchte er die Normandie und kehrte mit einem Portefeuille voll Zeichnungen nach England zurück, worauf die königl. Akademie in der Ausstellung von 1839 ein Gemalde von ihm aufnahm: franz. Soldaten, in einer Schenke trinkend, in dem sich jenes Talent für die Auffassung populärer Züge oflenbarb welches G. später ausgebildet und entwickelt hat. Er unternahm dann alljährlich Ausflüge nach der Bretagne und andern Teilen Frankreichs, sowie nach Wales und Irland, um Sujets zu seinen Kunstwerken zu suchen, von denen viele sehr beliebt geworden sind. Erwähnung verdienen darunter: das Dorffest (1847), das Zigeunerlager, der Traum des Soldaten, Runt the slipper, das Postbureau, die Aufpflanzung des Maibaums (1851) und die Schaukel (1854). Größere Reisen nach Italien 1857 und ul Agypten 1859 lieferten ihm reichliches Material zu fernern Arbeiten, wovon namentlich die Rückkehr der Pilger aus Mekka (1862) und das Palmfest (1863), die Überschwemmung des Nils (1865) und Hagar und Jsmael (1867), Rachel und ihre Herde (1875), die Wasserträger (1877) und die Töchter Labans (1878) Beifall fanden. G. ward 1852 zum Associate, 1863 zum Mitgliede der Königl. Akademie erwählt.