Götze, s. Götzendienst. Goetze (Peter Otto von), Historiker und Dichter, geb. zu Reval 17. (28.) Okt. 1793, studierte 1810—12 in Dorpat die Rechte, bereiste sodann einen großen Teil Rußlands, verwaltete 1817—21 als Sektionschef die prot. Abteilung im Departement des Kultus in Petersburg und war 1822 Delegierter des Departements bei der Organisation des evang.⸗Auth. Generalkonsistoriums. Im J. 1826 wurde er Mitglied des gelehrten Komitees des Finanzministeriums. Er übersetzte 4 Serbische Volkslieders (Petersb. 1827) und im Jahre darauf russ. Volkslieder ins Deutsche unter dem. Titel „Stimmen des russ. Volkso (Stuttg. 1828), welche seinen Namen bekannter machten als seine eigenen Gedichte, die in verschiedenen Zeitschriften erschienen. Wertvoll sind auch seine histor. Werke: „Albert Suerbeer, Erzbischof von Preußen, Livland und Estland » (Petersb. 1854), «Zwölf Urkunden zur ältesten livländ. Geschichte von 1225 bis 12375 (Riga 1855) und «Fürst Alexander Galitzin und seine Zeit (Lpz. 1882). G. starb als Dirigent der Reichsschulden-Tilgungskommission in Petersburg 20. Dez. 1880 (1. Jan. 1881).