Gräf (Gust.), Historien⸗ und Porträtmaler, geb. 14. Dez. 1821 zu Königsberg, studierte 1843—46 in Düsseldorf unter Hildebrandt und Schadow und trat 1846 erstmals mit einem Bilde aus dem Nibelungenliede auf. Dann begab er sich über Antwerpen, Paris und München nach Italien. Nachdem er sich 1852 in Berlin niedergelassen, malte er im Kuppelsaale des Neuen Museums daselbst die Versöhnung Wittekinds mit Karl dem Großen nach Kaulbachs Entwurf und mehrere Bilder aus den deutschen Befreiungskriegen. Seit 1862 widmete er sich namentlich dem Porträt; 1868—70 malte er in der Aula der Universität zu Königsberg die Freskobilder Solon, Phidias und Demosthenes. Auf der berliner Ausstellung 1879 lieferte er ein treffliches Venusbild. G., der noch mehrere Kunstreisen nach Paris, Wien, Italien, England und Schottland machte, ist Professor und Mitglied der Akademie in Berlin.