FeedGräfenberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Gräfenberg, eine Kolonie der Stadt Freiwaldau (l. d.) in Osterreichisch-Schlesien, 2 m im NW. von Freiwaldau, berühmt wegen der daselbst seit 1826 von Vincenz Prießnitz ausgeübten Wasserheilmethode, liegt 632 m hoch im Sudetengebirge und zieht sich mit seinen 46 Häusern vom Starißthale aufsteigend bis auf den Gräfenberg, einem Vorberg des Hirschbadkammes. Auf dem Plateau befindet sich die erste Wasserheilanstalt von 1826, einige Kurhäuser und Villen. Hinter diesen Häusern steigt der 992 m hohe Hirschbadkamm empor, von dem das zum Bade benutzte Wasser kommt. Von den 42 Quellen sind einige in Marmor gefaßt. Die Zahl der Badegäste belief sich 1882 auf 1730. Die Umgegend hat große Wälder von Kiefern und Tannen mit schönen Promenaden; das Klima ist wegen der staubfreien, reinen Luft und der Seltenheit starker Winde trotz der hohen Lage mild zu nennen. Dem Gründer der Anstalt sind von verschiedenen Nationen UUngarn, Böhmen, Preußen u. a.) Denkmäler errichtet. Die Kaltwasseranstalt ist jetzt im Der dn des Sohnes des Gründers. Vgl. Kapper, Der Kurort G.y (Prag 1871); Kutschera, (Gräfenbergo (Wien 1873); Becker, „Der Kurort G. und Umgegendo (4. Aufl., Beuthen 1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 268Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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