FeedHall
ErdkundeBrockhaus 1882

Hall, seit 1877 offiziell Bad-Hall, Marktflecken in der Bezirkshauptmannschaft Steier in Oberösterreich an der Kremsthalbahn, im Hügellande zwischen der Traun und Enns, 376 müber dem Meere, zählt (1880) 991 E. Der Ort ist durch seine Jodquellen seit 1853 zu einem Kurort ersten Ranges geworden, der bei skrofulösen Leiden jeder Art und bei Erkrankungen der Geschlechtsorgane mit Erfolg besucht wird. Die Jodquellen, die bedeutendsten des Kontinents, sowie die Kuranstalten sind Eigentum des Landes Oberösterreich. H. hat ein Kinderspital, Armenbadespital und Militärkurhaus. Die klimatischen Verhältnisse des Ortes sind sehr günstig. Die Hauptquelle (Thassiloaquelle) war schon 777 bekannt und erscheint in der Stiftungsurkunde des Klosters Kremsmünster als salina major. Dieselbe kommt auch in Versand und wird zu Salz versotten. Die Guntherquelle wurde erst in neuester Zeit aufgedeckt und reiht zwischen Adelheidsquelle und Marbrunnen in Kissin⸗ „gen. Vgl. Kabl, „Badhallo (2. Aufl., Wien 1879); Schuber, «Der Kurort H. in Oberösterreich»(2. Aufl., Wien 1881); Baar, Fremdenführer von Bad H. in Oberösterreichd» (Linz 1882); Katser, „Der „Kurort Bad H. in Oberösterreichv» (Wien 1882); „Pollak, «Source de Hallo (2. Aufl., Wien 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 729Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

In anderen Lexika 1

Alle Lexika nebeneinander →

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6