Gleichenberg, Kurort in Steiermark, Bezirkshauptmannschaft und Gerichtsbezirk Feldbach, liegt 10 km südlich von Feldbach (Station der Linie Steinamanger-Gratz der Ungarischen Westbahn) und zählt mit dem Dorfe Sulz (1881) 749 C.; das Dorf mit dem gräfl. Trauttmansdorffschen Schlosse grenzt an den Kurort, ist aber als Orts-Der Kure von diesem geschieden und zählt 662 E. er Kurort G. liegt an der südl. Lehne der Gleichenberger Kogel; die ganze Anstalt erscheint als ein len, leicht erreichbaren Aussichtspunkten und schattigen Spaziergängen und ist durch die nahen Gebirgskuppen vor rauhen Winden geschützt. Die heilbringenden Quellen waren schon den Römern bekannt, gerieten aber später in Vergessenheit und wurden erst in der neuesten Zeit wieder entdeckt. Von den fünf Quellen sind die Brustkranken besonders zuträgliche Konstantinsquelle und die etwas schwächere Emmaquelle die bekanntesten. Sie enthält in 10000 Teilen Wasser 27 freie Kohlensäure und 53 fixe Bestandteile (25 kohlensaures Natron, 18,5 Kochsalz). Der Klausen⸗ und der Johannisbrunnen, beide eisenhaltig, sind 1 Stunde entfernt. Von allen drei Quellen werden jährlich über 800000 Flaschen versendet. Die Umgebungen von G. bieten den Besuchern (4—5000 Kurgäste jährlich) reizende Ausflüge in die Klamm, in die Burg Kapfenstein, nach dem schön gelegenen Poppendorf. nach Schloß Hainfeld (zuletzt im Besitz des Orientalisten von Hammer), zu den Basaltfelsen bei Pertelstein und namentlich in die durch Lage und Einrichtung merkwürdige Riegersburg. Vgl. Prafil, Der Kurort G.„ (Wien 1865); Clar, Boden, Wasser und Luft von G. » 1900 1881); Haus von Hausen, G. in Steiermar »(Wien 1882); Schlosser, «Steiermärkische Bäder und Luftkurortev (Wien 1883).