Graffigny (Frangoise d'Issembourg-d'Apponcourt de), franz. Schriftstellerin, geb. zu Naney 13. Febr. 1695, verheiratete sich sehr jung mit Frangois 88f ues de G., Kammerherrn des Herzogs von Lothringen. Nachdem sie sich von diesem einer Roheit und Unwürdigkeit wegen hatte scheiden lassen, kam sie in Gesellschaft der Mademoiselle de Guise, nachherigen Herzogin von Richelieu, nach Paris. Sie an zu Paris 12. Dez. 1758. Ungeteilten Beifall fanden ihre Lettres péruvienneso (Par. 1747 u. öfter; am besten 2 Bde., Par. 1798 u. 1826—32), die mit Montesquieus Lettres persanesv wetteifern, von Longchamp in franz. Verse gebracht und ins Englische, Italienische, Spanische und Deutsche (Berl. 1801) übersetzt wurden. ter schrieb sie die Dramen Céniep (Par. 1751 u. öfter und La fille d'Aristideoß. Eine Sammlung ihrer Werke erschien zu Paris (4 Bde., 1788 u. öfter). Ihr nachgelassenes Werk Vie privée de Voltaire et de Madame Duchäteleto gab Dubois de Car⸗ „ (Par. 1820) heraus. raffito, soviel wie Sgraffito (s. d.). ach (s. d.). Gelfle (Albert), Maler, geb. 2. Mai 1809 zu Freiburg im n Münt bildete sich seit 1827 auf der Akademie zu München unter Cornelius und Schnorr aus und arbeitete dann unter Winterhalter in Paris. Nachdem er noch das Elsaß und England bereist, ließ er sich 1852 in München nieder. Unter seinen Bildern sind hervorzuheben: der Triumphzug Hermanns (Kunsthalle in Karlsruhe), Altarbilder in Lahr und Dundenheim (Baden), die vier Jahreszeiten (Schloß in Karlsruhe), ferner die Porträts der Königin Victoria, des deutschen Kronprinzen und seiner Gemahlin, der Großherzogin und des Erbgroßherzogs von Baden u. s. w.