FeedGreoque (frz.)
ErdkundeBrockhaus 1882

Greoque (frz.), in der Architektur: geradlinige Verzierung für laufende Friese, gebrochener Stab. reding, Stadt im bayr. Regierungsbezirk Mittelfranken, Bezirksamt Hilpoltstein, 10 Km im WNW. von Beilngries, an der Hintern Schwarzach, zählt (1880) 978 kath. E. und ist Sitz eines Amtsgerichts und einer Oberförsterei. Gredos (Sierra de), Gebirge in Spanien, Altcastilien und Estremadura angehörig, nur durch das sehr tiefe Thal des Alberche von dem zum Guadarramagebirge gehörenden Paramera de Avila geschieden, sowie durch die Schluchten des Alagon von der Sierra de Gata, die sich weiter westlich an die Sierra Estrella in Portugal anschließt. Es sind die gewaltigsten und unzugänglichsten Felsmassen in beiden Castilien; das höchste Drittel der Berge, fät durchaus nackt, bietet nichts als wesenhafte Felsmassen, steile Abhänge, tiefe Schlünde und lange Zeit liegende Schneefelder. Das an Eisen, Silber, Blei, Kupfer (von denen aber fast nichts ausgebeutet wird) reiche Gebirge hat seine höchsten Gipfel in den Hermanos oder Hermanillos de G. und in dem 2661 m hohen Plaza del Moro Almanzor. Es gehört zu den am wenigsten erforschten Gegenden Spaniens, weil es fast durchaus unbewohnt ist. Indes ist der untere Teil des südl. Ab-An en reizend, bekannt unter dem Namen La Vera. n einer der schönsten Stellen steht das Kloster San-Yuste, wo Karl V. starb. Greeley (Horace), hervorragender amerik. Journalist und Politiker, geb. 3. Febr. 1811 zu Amherst im Staate Neuhampshire, kam 1831 nach Neuyork, wo er bis zu seinem Tode wohnte. In den ersten Jahren seines dortigen Aufenthalts als Setzer beschäftigt, gründete er w1834 ein Wochenblatt, The New Vorkero. Während der Präsidentenwahl von 1840 redigierte er zugleich Lhe Log Cabino, welches Blatt wesentlich mit zum Siege des whiggistischen Kandidaten Harrison beitrug. Im J. 1841 verschmolz er beide Blätter zur New Vork Tribuner, noch heute eine der einflußreichsten Zeitungen der Vereinigten Staaten, deren erste Nummer 10. April 1841 erschien. G. gewann durch sie seine nationale Bedeutung, indem er, den alten Whigstandpunkt verlassend, allmählich zur Antisklavenpartei überging und mehr als irgend ein anderer amerik. Journalist den unversöhnlichen Gegensatz der freiheitlichen Entwickelung des Landes zum Fortbestand der Sklaverei in den weitesten 4er01 des Nordens erkennen lehrte. Trotz aller seiner Sonderbarkeiten als Vegetarianer, Temperenzler und Geisterklopfer haben selbst seine Feinde sein außerordentliches Verdienst anerkannt, das er sich im Kampfe gegen die Sklaverei erworben. Beim Ausbruch des Bürgerkriegs gab er seinen radikalen Standpunkt auf, wollte keinen Zwang gegen die fecedierten Staaten ausüben und selbst nach dem Kriege ein mildes Verfehen. gegen die besiegten Rebellen eingehalten sehen. Im J. 1872 wurde G. der Präsidentschaftskandidat der liberalen Republikaner gegen Grant und erhielt 2834079 Stimmen, während der letztere deren 3597070 auf sich vereinigte. Die Aufregung und Enttäuschung des Wahlkampfes wirkte so nachhaltig und tief auf ihn ein, daß er einer Gehirnerweichung verfiel und kaum drei Wochen nach seiner Niederlage 29. Nov. 1872 zu Pleasantville bei Neuyork starb. Seine 28550976 sind: Hints toward reforms o (Neuyork 1850), 4Glances at Europen (1851), «History of the struggle for San Franciscoo (Neuyork 1860), The American conflicto (2 Bde., Hartford 1864 —66), Recollections of a busy lifen (Neuyork 1868), Essays designed to elucidate the science of political economys (Boston 1870) und What I know of farmingo (Neuyork 1871). Sein Leben ist beschrieben von James Parton (Neuyork 1855 u. 1868), L. U. Reavis (1872) und Ingersoll (Philad. 1874). Green (George), engl. Mathematiker und Phy⸗ „siker, geb. 14. Juli 1793 zu Nottingham; sein Va1ter war daselbst Bäcker und später im Nachbardorfe Sneinton Müller. G. übernahm anfänglich die (Müllerei seines Vaters, dann studierte er in r1Cambridge und wurde Fellow des Cajus Col⸗ „lege daselbst. Er starb 31. März 1841 zu SneineUton G. ist besonders verdient um die mathem. Ausbildung der Lehre vom Magnetismus und der Clektricität. Sein Hauptwerk, worin die hochwichtige Potentialfunktion behandelt wird, ist ESsay on the application of mathematical analysis of the theories of electricity and magnetismo (Nottingh. 1828 und in Crelles Mathem. Journalo, Bd. 44 u. 47); hieran reihen sich seine Abhandlungen über die Analogien der Gleichgewichtsgesetze bezüglich der Flüssigkeiten und der Elektricität, ferner über die Reflexion und Brechung des Schalls so- wie des Lichts und über die Wellenbewegung in Kanälen. Seine mathem. Schriften gab Ferrers heraus (Lond. 1871). —

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 322Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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