Gelasius ist der Name mehrerer Päpste und Bischöfe. G. I., der Heilige, vom 1. März 492 bis 19. Nov. 496 Bischof von Rom, hat mit Energie und mit Erfolg an der Befestigung des röm. Primats gearbeitet. Der schon unter seinem Vorgänger Felix III. ausgebrochene Streit mit Konstantinopel wurde fortgesetzt, indem G. 495 alle verdammte, welche dem gegen den Patriarchen von Konstantinopel, Acacius, als Monophysiten ausgesprochenen Anathem nicht zustimmten. G. erhob den Anspruch, der röm. Stuhl dürfe Appellationen aus jedem Teil der Welt entgegennehmen, dagegen könne von ihm nicht anderswo appelliert werden. In dem Decretum de libris recipiendis et non recipiendiso gibt G. gleichsam den ersten Inder verbotener Bucher, indem nicht bloß der Unterschied der kanonischen von den apokryphischen Büchern streng durchgeführt, sondern n) unter den Schriften der Väter die heterodoxen Schriften von den rechtgläubigen unterschieden werden. So werden die Schriften des Tertullian, Clemens Alexandrinus, Arnobius u. a. als gefährlich verworfen. Die Feier der heidnischen Lupercalien schaffte G. in Rom ab und führte dafür das kirchliche Fest Mariä Reinigung ein. Bemerkenswert ist die Abhandlung „De duabus in Christo naturisy gegen Eutyches und Nestorius. Gegen die Häretiker schritt G. sehr entschieden ein. Die Briefe und Abhandlungen des G. sind gesammelt von And. Thiel in Epistolae Romanorum pontificum genuinae a S. Hilario usque ad Pelagium II. (Braunsberg 1867). — G. II., früher Johann von Gaéta, wurde nach dem Tode Paschalis II. von den Gegnern des Kaisers auf den päpstl. Stuhl erhoben (25. Jan. 1118). Heinrich V. aber kam nach om und ließ Gregor VIII. zum Papst wählen. G. mußte fliehen, begab sich nach Frankreich und starb 29. Jan. 1119 im Kloster Clugny. — G., Bischof von Cyzikus, schrieb um 476 die Geschichte des Nicänischen Konzils. [Lachkrampf.