FeedGreifenberg in Bayern
ErdkundeBrockhaus 1882

Greifenberg in Bayern, Dorf im bayr. Re-Zum weich Oberbayern, Bezirksamt Landsberg, 2 km westlich von der Nordspitze des Ammersees, 5 km südlich von Station Türkenfeld der Linie München-Buchloe-Lindau der Bayrischen Staatsbahnen, an der Windach, beliebte Sommerfrische, zählt 230 E. und hat ein Arsen⸗ und Schwefelbad (Theresienbad), sowie ein Schloß mit schönem Garten. „Greifenhagen, Kreisstadt in der preuß. Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin, 20 Km südlich von Stettin, rechts an der Großen Reglitz, einem Arme der Oder, Station der Linie Breslau-Stettin der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn, zählt (1880) 6906 E., von denen 58 Katholiken und 163 Juden sind, und ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts. Die Nikolaikirche stammt aus der Mitte des 13. 6⸗ der Bahner Thorturm aus dem 15. Jahrh. G. hat Tuchmacherei, Dampfschneidemühlen, Kalköfen, Korkschneiderei, einen Kupferhammer, eine Cichoriendarre, Rüben⸗ und Cichorienbau, Viehzucht, Fischerei und Schiffahrt; es führt Vieh nach Berlin, Getreide und Obst nach Stettin aus. G. ist seit 1254 Stadt und kam 1679 an Kurbrandenburg. — Der Kreis Greifenhagen zählt auf 963,9 qkm (1880) 55037 Bewohner, darunter 199 Katholiken und 385 Juden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 333Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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