Greif (Martin), Pseudonym für Friedrich Hermann Frey, deutscher Lyriker und Dramatiker, geb. 18. Juni 1839 zu Speier, siedelte im 16. Jahre mit seinen Eltern nach München über, wo er ein Jahr das Ludwigsgymnasium besuchte. Er trat dann in den Militärdienst, wurde 1859 Offizier, nahm aber 1866 seinen Abschied. G. gab 1868 einen Band tiefempfundener und formgewandter Gedichter heraus (3.Aufl., Stuttg. 1883). Auch im Drama hat er sich mehrfach versucht: 1867 schrieb er KHans Sachso, ein lyrisches Drama, 1869 (Bayardo (ungedruckt), 1873 KCorfiz Ulfeldte, Trauerspiel in 5 Akten (2. Aufl., Wien 1876), Neroy (gedruckt Wien 1877) und Marino Falierio (Wien 1879). In uete Natsonat 2. Aufl., auch En schuf er ein österr. Nationalschauspiel; auch ein Luspiel, Walthers (von der Vogelweide) Rückkehr in die Heimato, erschien im Druck. Ungedruckt sind Liebe über Alleso (1876) und Francesca da Riminiv (1877). G. lebt in München.