Grimm (Jul. Otto), Musiker, geb. 6. März 1827 zu Pernau in Livland, studierte zuerst Philologie in Dorpat, dann seit 1851 Musik auf dem Konservatorium zu Leipzig, wo er sich dem Freundeskreise Schumanns anschloß. Im J. 1855 ging er als Musiklehrer nach Göttingen, 1860 nach Münster in Westfalen, wo er Leiter verschiedener Musikvereine ist. Außer Liedern und Chören erschienen von ihm besonders Instrumentalwerke, namentlich zwei Suiten in Kanonform (in C-dur für Streichorchester und G-dur für volles Orchester).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 425Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei