Grimm (Ludw. Emil), deutscher Maler und Radierer, Bruder von Jakob und Wilhelm G., geb. 14. Mai 1790 zu Hanau, kam 1808 nach München — Karl Heß, der ihn im Stechen, später auch in er Radierung unterrichtete. Nachdem er 1814 am Befreiungskriege teilgenommen, lebte er seit 1814 in Kassel und München, 1817 kurze Zeit in Italien, dann wieder in Kassel. Er wurde 1833 Professor an der Malerakademie daselbst. G. hat über 100 Blätter radiert, eigene Kompositionen, Landschaften, Tiere, Figuren und Köpfe; namentlich aber elangen ihm Porträts (darunter Luther und Meanchthon nach L. Cranach). Die meisten seiner Radierungen befinden sich im Besitz der Kunstliebhaber; eine Sammlung von 36 Blättern erschien 1823, eine andere 1840 und noch ein Nachtrag von 30 Blättern 1854 zu Kassel. Unter seinen Blbildern bietet namentlich eine Madonna mit Heiligen, in einer Landschaft auf dem Rasen sitzend, ausgezeichnete Schönheiten. Andere Gemälde, meist religiöse Gegenstände, finden sich in den Privatgalerien des ehemaligen Kurfürsten von Hessen. G. starb 4. April 1863 zu Kassel.