Grochöw, Dorf in Polen, 4 km östlich von der Weichsel und der warschauer naeholz. Praga, an einem Defile und einem Erlengehölz gelegen, ist kriegsgeschichtlichbemerkenswert wegen des Gefechts vom 23. April 1809, in welchem die Polen unter Poniatowski die unter Erzherzog Ferdinand zur Besetzung des Herzogtums Warschau eingefallenen OÖsterreicher besiegten, namentlich aber durch eine Reihe blutiger Gefechte, die vom 19. bis 25. Febr. 1831 bei G. selbst, sowie bei dem 2 km östlicher gelegenen Wirtshause Wawraeund dem mehr gegen Norden gelegenen Dorfe Bialolenka zwischen der poln. Hauptarmee und den Russen unter Feldmarschall Diebitsch + wurden und letzterm 8000 Mann kosteten. Bei Wawr wurde Diebitsch 19. Febr. von — icki, bei G. am 20. von Skrzynecki, bei Bialolenka am 24. und 25. die Division Schachowski von Krukowiecki geschlagen. Die Hauptschlacht wurde 25. Febr. bei G. geliefert und von Diebitsch abgebrochen, der sich mit seiner dreimal stärkern Armee in die Waldung zurückzog. Die Polen unter Skrzynecki und Chlopicki gingen nach Praga zurück, räumten auch dieses 27. Febr., überließen die Verteidigung des Brückenkopfs dem General Malachowski und beschränkten sich auf die von Warschau, sowie des linken Weichselufers.