Grothuß (Elisabeth, Baronin von), Romanschriftstellerin, geb. 29. Okt. (10. Nov.) 1820 zu Durben in Kurland, verlor 1854 gänzlich das Augenlicht, trat im Jahre darauf in Teplitz zur kath. Kirche über und folgte ihrer Freundin, Gräfin Kuefstein, nach Wien. Seit 1864 ist von ihr eine Reihe von Novellen, Romanen, Lustspielen, Erzählungen und Broschüren im kath. Sinne erschienen, darunter „Geschichte der Großmuttero (Wien 1868; 2. Aufl. 1881), „Das Gasthaus zum grünen Baumv (Wien 1868; 2. Aufl. 1880), Die Familie Runenthale (Wien 1868; 2. Aufl. 1870), und die beiden Lustspiele „Zwei Onkel aus Amerika (1875) und Der Magnetiseurp (1876).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 545Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei