Grube (Aug. Wilh.), bekannter pädagogischer Schriftsteller, geb. 17. Dez. 1816 in Wernigerode, besuchte das dortige Lyceum, sodann das Lehrerseminar in Weißenfels, ward 1837 Lehrer an der Bürgerschule zu Merseburg, später Hauslehrer in den Familien des Grafen Arnim-Boitzenburg, dem er nach Posen und Berlin folgte, des Freiherrn von Kleist in Böhmen und des Fabrikherrn Jenny in Hard am Bodensee (1848-55), blieb dann noch in Hard als Privatmann wohnen und siedelte 1867 nach Bregenz über, wo er 28. Jan. 1884 starb. Seine schriftstellerische Thätigkeit begann mit der Pädagogik und ist auch immer, wenn auch nur mittelbar, mit der Jugendbildung in Beziehungageblieben. Von seinen zahlreichen Schriften, denen allen eine gesunde, lebensvolle Frische innewohnt, sind namentlich zu nennen: (Geogr. Charakterbilderd (Bd. 1 u. 2, Lpz. 1850; 16. Aufl. 1881; Bd. 3, 1854; 12. Aufl. 1881), (Charakterbilder aus der Geschichte und Sagey (3 Bde., Lpz. 1852; 24. Aufl. 1883), (Biographien aus der Naturkunder (4 Reihen, Stuttg. 1851—70 u. öfter), Alpenwanderungend (Oberhaus. 1873), (Biogr. Miniaturbildero (2 Bde., Lpz. 1856; 5. Aufl., 1877), Asthetische Vorträgey (2 Bde., Iserl. 1865—66), Pädagogische Studien und Kritikeno (3 Reihen, Lpz. 1860—82).