FeedGeorgische
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Georgische Sprache und Litteratur. Die Sprache der Georgier, rauh, aber regelmäßig und kräftig, von eigentümlichem, agglutinierendem Bau, mit eigenem Alphabet, bildet mit den Sprachen der Mingrelier, Suanen und Lazen einen Eid eigenen, den sog. Iberischen Sprachstamm. ie hat eine nicht ganz unbedeutende Litteratur, die mit der Einführung des Christentums im Lande beginnt und zum größten Teil in Kirchenschriften, übersetzungen der Bibel, der Kirchenväter und des Plato und Aristoteles, sowie ihrer Kommentatoren besteht. Was die Profanlitteratur anbelangt, die im 17. Woöbio: vorzüglich blühte, so ist der poetische Teil und die Chroniken, besonders die kirchlichen, der bedeutendere. Einige Heldengedichte reichen hinsichtlich ihrer Abfassung bis in die Zeiten der Königin Thamar hinauf. Die wissenschaftlichen Werke sind dagegen spärlicher und, mit Ausnahme einiger historischer, unwichtig. Doch hat sich neuerdings ein größerer Eifer in der Kultur der Wissenschaften unter den Georgiern zu zeigen begonnen, wie überhaupt das Unterrichts⸗ und Erziehungswesen in

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 815Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6