Gruithuisen 919, Mär Paula), Astronom und Naturforscher, geb. 19. März 1774 auf dem Schlosse Haltenberg am Lech, erlernte die Chirurgie und nahm 1788 in der österr. Armee als Feldchirur Dienste. Später holte er die Lücken in seiner Bil5 nach und studierte von 1801 an in Landshut Philosophie und Medizin. Bald nach seiner Promotion wurde er 1808 Lehrer der Naturkunde an der landärztlichen Schule zu München und 1826 ord. Professor der Astronomie an der Universität daselbst. Unter seinen philos. und astron. Schriften sind die wichtigsten: Anthropologiev (Münch. 1810), „Organozoonomiev (Münch. 1811), liber die Natur der Kometenv (Münch. 1811). Außerdem gab er die (Analekten für Erd⸗ und Himmelskunde v (Münch. 1828—31) heraus, die er seit 1832 als Reue Analekten u. s. w.y fortsetzte; ebenso seit 1838 ein Ma-Publikum machte sein phantastischer Aufsatz in Kastners „Archivo über die «Entdeckung vieler deut⸗ —.— Spuren der Mondbewohner, besonders eines kolossalen Kunstgebäudes derselben » vieles Aufsehen, nachdem er schon 1821 in den Aktenv der Leopoldinischen Akademie seine «Selenognostischen ragmentey veröffentlicht hatte. Er gab zuerst und ange vor Civiale ein Instrument an, um den Blasenstein ue zerbröckeln. G. starb 21. Juni 1852.