FeedHausmann (Joh. Friedr. Ludw.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Hausmann (Joh. Friedr. Ludw.), namhafter Mineralog, geb. zu Hannover 22. Febr. 178², studierte zu Göttingen und wurde 1803 Auditor an den Bergämtern zu Clausthal und Zellerfeld, 1805 Kammersekretär beim Bau⸗ und Hüttendepartement zu Braunschweig, 1809 Generalinspektor der Berg⸗, Hütten⸗ und Salzwerke des damaligen Königreichs Westfalen zu Kassel; 1811 erhielt er die ord. Professur für Mineralogie, Bergwerkswissenschaften und Technologie an der Universität in Göttingen, wo er 26. Dez. 1859 tarb. Er 450 zuerst die sphärische Trigonometrie ür Krystallberechnungen angewendet (in seinen „Krystallogischen Beiträgen», Braunschw. 1803). Außerdem sind von seinen Schriften zu nennen: „Entwurf eines Systems der unorganisierten Naturkörper (Kass. 1809), «Reise durch Skandinavien» (5 Bde., Gött. 1811 —18), ber die Formen der leblosen Naturo (Gött. 1821), De Apenninorum constitutione geognosticav (Gött. 18²²), «Übersicht der jüngern Flötzgebirge im Flußgebiete der Weser» (Gött. 1824), „Handbuch der Mineralogien (2. Aufl., 3 Bde., Gött. 1828 — 47), &De Hispaniae constitutione geognosticas (Gött. 1831), «über den Zustand und die Wichtigkeit des hannoveranischen Harzes (Gött. 1832), «über die Bildung des Harzgebirges» (Gött. 1842), „Beiträge zur metallurgischen Krystallkunde v (Gött. 1850), «über die durch Molekularbewegung in starren leblosen Körpern bewirkten Formveränderungen» (Gött. 1856). Viele Beiträge von ihm enthalten die unter seinem Namen herausgegebenen Studien des Göttingischen Vereins bergmännischer Freundes (6 Bde., 1847—51), darunter die wichtige Abhandlung über die Erscheinung des Anlaufens bei den Mineralien (1849).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 910Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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