Grünmalz nennt man das Malz nach beendigter Keimung vor dem Abschwelken und Darren. Es besitzt in diesem Zustande die höchste diastatische Wirkung und wird aus diesem Grunde ganz allgemein in der Spiritusfabrikation verwendet. In der Brauerei ist es im allgemeinen nicht brauchbar, weil ihm das dem 9. der Malze eigentümliche Aroma fehlt; nur bei der Anfertigung einzelner Lokalbiere findet es Verwendung.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 575Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei