Guebriant (Jean Baptiste Budes, Graf von), Marschall von Frankreich, aus altadeligem Geschlecht der Brekagne stammend, geb. zu Plessis-Budes 2. Febr. (neuen Stils) 1602, kämpfte 1635 unter dem Herzog Bernhard von Weimar in Deutschland. Nach dem Tode des Herzogs schloß G. 9. Okt. 1639 mit den weimarischen Offizieren einen Vertrag, durch welchen des Herzogs Truppen unter franz. Befehl kamen, und Ende 1640 führte G. dieselben zu Banér. Als im nächsten Winter der überfall Regensburgs fehlschlug und Baner gestorben war, wies G. 29. Juni 1641 bei Wolfenbüttel einen Angriff der Kaiserlichen zurück und führte nach Torstensons Ankunft im Dezember seine Truppen an den Niederrhein. Dort wurde er zum franz. Marschall ernannt und durch hess. Truppen verstärkt. G. schlug 17. Jan. 1642 bei Kempen im Kölnischen den kaiserl. General Lamboi, überschritt 22. Okt. die Weser und vereinbarte 17. Dez. 1642 zu Buttstädt mit Torstenson, daß die Schweden nach der Oberpfalz, das franz. Heer nach Heilbronn vorrücken solle. G. führte sein Heer über den Main, mußte aber zu Ende Febr. 1643 vor dem bayr.⸗ lothring. Heere Mercys nach dem Breisgau und zu Ende August in das Unterelsaß zurückweichen. Dort empfing er vom Herzog von ur Ause 5000 Mann Verstärkung, überschritt darauf Anfang November den Rhein, nahm 19. Nov. 1643 Rottweil, starb jedoch 24. Nov. an den Folgen einer Verwundung, gerade als sein Heer bei Tuttlingen von den Bayern überfallen wurde. Vgl. Le Laboureur, «Histoire de G.v (Par. 1656).