FeedGulussa
GeschichteBrockhaus 1882

Gulussa, Sohn des numidischen Königs Massinissa, wurde von seinem Vater aus Anlaß der Zwistigkeiten mit Karthago wiederholt nach Rom Musfnt um die von den karthag. Gesandten gegen Massinissa erhobenen Anklagen zu entkräften. In Karthago, wo er 152 v. Chr. die Wiederaufnahme der verbannten Freunde des Massinissa verlangen sollte, ward er nicht eingelassen. Aus Rache soll er in dem bald hernach ausgebrochenen Kriege das besiegte und ohne Waffen entlassene Heer der Karthager treulos überfallen haben. Nach Massinissas Tode 149 v. Chr. erhielt er durch Seipio, welcher die Verteilung des Reichs unter dessen drei Söhne überkommen hatte, den militärischen Teil der königlichen Gewalt und leistete hierauf den Römern als Reiterführer gute Dienste gegen die Karthager. Er starb längere Zeit vor seinem ältesten Bruder Micipsa (gest. 118 v. Chr.), nachdem er 120 v. Chr. neben seinen beiden Söhnen den illegitimen Sohn des jüngsten Bruders, Jugurtha (s. d.), als Sohn und Miterben angenommen hatte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 616Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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