FeedGurlitt (Johs. Gottfr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Gurlitt (Johs. Gottfr.), deutscher Gelehrter und Schulmann, geb. 13. März 1754 zu Halle, besuchte die Thomasschule und seit 1773 die Universität zu Leipzig, wo er mit dem Studium der Philologie das der Philosophie und Theologie verband. G. wurde 1778 Oberlehrer am Pädagogium zu Kloster-Bergen und verwaltete gemeinschaftlich mit dem Mathematiker Lorenz 1779 — 97 das Rektorat dieser Schule, welches er dann allein führte, bis er 1802 dem Rufe als Direktor am Johanneum und Professor der orient. Sprachen am akademischen Gymnasium zu Hamburg folgte. Durch G. wurde hier das Johanneum zu einer der blühendsten Schulen in Deutschland erhoben. Er starb zu Hamburg 14. Juni 1827. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: «Über die Gemmenkunden (Magdeb. 1798), «über Mosaiko (Magdeb. 1798), Versuch über Büstenkunder (Magdeb. 1800), die gesammelten «Schulschriften » (Bd. 1, Magdeb. f 1801; Bd. 2, herausg. von Corn. Müller, 1829),5 die übersetzung des Ossian und des Pindar.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 632Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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