FeedHagenbach (Karl Rud.)
ReligionBrockhaus 1882

Hagenbach (Karl Rud.), einflußreicher prot. Theolog, geb. 4. März 1801 zu Basel, wo sein Vater, Karl Friedrich H. (gest. 20. Nov. 1849), als angesehener Arzt und Naturfors er lebte, studierte in Basel, Bonn und Berlin, habilitierte sich „1823 an der Universität Basel und wurde 1824 außerordentlicher und 1828 ord. Professor. Er „starb 7. Juni 1874 zu Basel. H. ist einer der unbefangensten Vertreter der sog. Vermittelungstheologie. Er schrieb:« Eneyklopädie und Y 359.10, An der theol. Wissenschaften (Lpz. 1833; 10. Aufl. von Kautzsch, Lpz. 1880), (Lehrbuch der Dogmengeschichte (2 Bde., Lpz. 1840; 5. Aufl. 1867), 4Grundzüge der Homiletik und Liturgiko (Opz. 1863), «Leitfaden zum schristl. Religionsunterricht an Gymnasien und höhern Bildungsanstalten (Lpz. 1850; 5. Aufl. 1874), (Vorlesungen über die Kirchengeschichte von der ältesten Zeit bis zum 19. Jahrh.y (7 Bde., 1868 —72). H. veranlaßte auch das Sammelwer Leben und ausgewählte Schriften der Väter und Begründer der reform. Kirchev, für welches er selbst die Biographien von Okolampadius und Mykonius lieferte (Elberf. 1819). Außerdem schrieb er: „Geschichte der theol. Schule Baselso (Basel 1860), Martin Leberecht de Wetter (Basel 1850). H. gab seit 1845 (seit 1860 gemeinschaftlich mit Fiesler) das Kirchenblatt für die reform. Schweizy heraus. Von seinen «Predigteno erschienen neun Bände (Basel 1858 — 75). Auch als Dichter aut sich H. bekannt gemacht in den Sammlungen: Luther und seine Zeit» (Frauenfeld 1838) und 4Gedichte⸗ ( Bde., Basel 1846; 2. Aufl. 1863). Vgl. Eppler, „(Karl Rudolf H.» (Gütersloh 1875); Staehelin-Stockmayer, Karl Rudolf H.v (Basel 185).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 704Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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