Haiti oder Hayti nach ihrem ursprünglichen und gegenwärtig gebräuchlichen, Santo-Domingo nach ihrem span., in der Handelswelt noch immer üblichen Namen, ist der Größe nach die zweite unter den Großen Antillen Westindiens. Zwischen 17² 45 und 20 nördl. Br. und zwischen 50 45 und 56² westl. L. von Ferro gelegen, durch die Monapassage von Portorico, durch die Windwardpassage von Cuba und Jamaica getrennt und bei einer Breite von 40 bis 265 km in westöstl. Richtung 660 kKm lang, hat sie einen Flächeninhalt von 76020, mit den kleinen dazugehörigen Inseln Tortuga, Gonave, Grande Cayemite, Lavache, Saona und den Beateninseln von 77253 qkm und für sich allein einen Umfang von 1312, die Krümmungen und Einbiegungen der Küsten mitgerechnet aber von 2625 km, ein Unterschied, aus dem sich ihr außerordentlicher Reichtum an Meerbusen, Buchten und Häfen entnehmen läßt. Die Insel ist sehr gebirgig. Drei Gebirgsketten lassen sich unterscheiden, die duuc ihre wild zerrissenen Formen auf Hebung durch vulkanische Gewalten hindeuten und mit ihren Ausläufern bis ans Meer reichen, wo sie zahlreiche Vorgebirge, Landzungen und Buchten bilden. Die Hauptkette, welche im 2955 mhohen Pic de Naqui kulminiert, durchzieht die Insel unter verschiedenen Namen in Rordllste ne Ihr fast parallel läuft hart an der Nordküste eine zweite Kette von Monte-Cristi ostwärts bis zu dem flachen und sumpfigen Isthmus der Halbinsel Samana. Zwischen diesen beiden Ketten breitet sich die über 210 km lange Vega-Real aus, ein großes Weideland, im Westen vom Yaqui, im Osten vom Nuna bewässert. Die dritte Kette beginnt mit dem Kap Tiburon, durchstreicht die südwestl. Halbinsel und endet an der Bahia de Neyba, etwa halbwegs zwischen Port-au-Prince und Santo-Domingo. Außer der Vega-Real gibt es noch andere ausgedehnte Ebenen, wie die weidereichen Llanos im Südosten und die Ebene von Cayes im Westen. Die Flüsse sind sämtlich durch Sandbarren verstopft, nur wenige auf eine kurze Strecke schiffbar. Zahlreich sind die Seen; auch finden sich an verschiedenen Stellen Mineralquellen. Der Mineralreichtum ist mannigfaltig und bedeutend. Es sind Gold, Silber, Platina, Quecksilber, Kupfer, Eisen und Zinn, ferner Schwefel, Antimonium, Steinsalz, Bitumen, Jaspis, Marmor und verschiedene andere wertvolle Gesteine vorhanden. Doch wird nichts mehr ausgebeutet. (Vgl. die Karte: Antillen, Bd. I, S. 717.) Das Klima ist ganz tropisch, heiß und feucht, auf den Bergen im Norden aber herrscht ein ewiger Frühling. Selbst die Küstenstrecken, wo das Klima durch die Seewinde gemäßigt, eignen sich weniger für den Europäer als für die Farbigen. Die Zeit der atmosphärischen Niederschläge ist auf den verschiedenen Teilen der Insel nicht dieselbe. Während gegen Ende November der nordöstl. Teil durch reichliche Regengüsse erquickt wird, leidet der Süden und zum Teil auch der Westen durch anhaltende Dürre. Im Westen und Süden, sowie im .— gilt die Zeit von Mai bis Oktober für den Winter oder die Jahreszeit der Stürme und Aagaegese; im Norden dagegen rechnet man gerade umgekehrt. Zuweilen wird die Insel von Orkanen und Erdbeben heimgesucht; so namentlich 1564, 1684, 1691, 1751, 1770 und 1842. Prachtvolle Wälder bekleiden die E bis zu den Gipfeln kulturfähigen Gebirge. Die Thäler sind überaus fruchtbar und die Ebenen, wenn auch nicht mit tiefem, doch 12 ergiebigem Boden bedeckt. Hauptprodukte sind Kaffee, Kakao, Zucker, Indigo, Baumwolle und Tabak. Doch hat die Ausfuhr dieser Produkte + abgenommen; während 1789 noch 760000 Ctr. Kaffee ausgeführt wurden, hatte sich 1855 diese Zahl auf 354977 vermindert. Es werden jetzt mehr die freiwilligen Gaben der Natur, darunter vorzüglich Blauholz, Mahagoni- und andere Hölzer, exportiert. Die von den Europäern eingeführten Haustiere sind verwildert und in großer Menge vorhanden, namentlich Rinder und Schweine. Flüsse und Seen sind von Kaimanen und Alligatoren belebt. Die Zahl der Einwohner beläuft sich auf etwa 850000, die sich zur kath. Kirche bekennen und teils spanisch, teils französisch sprechen. Die größere Hälfte besteht aus Negern, die kleinere aus Mulatten; Weiße halten sich verhältnismäßig nur noch wenige auf der Insel auf. Neger wie Mulatten haben die Erwartungen, welche man von ihrer Freiwerdung gehegt, nicht gerechtfertigt. Sie zeigen sich physisch und geistig träge. Infolge dessen haben der Ackerbau und damit auch der Handel und die übrigen Gewerbszweige seit der Vertreibung der Weißen außerordentlich abgenommen, und viele früher sehr blühende Strecken liegen verödet. Nach der ersten Revolution, welche die Kolonie den Franzosen entriß, dauerte es lange, ehe die Produktion und der Ausfuhrhandel sich wieder einigermaßen erhoben. Gegenwärtig bestehen auf der Insel zwei Staaten, von denen der östliche den ehemals span. Anteil umfaßt und die Republik Santo-Domingo (s. d.), der westliche, aus dem ehemals franz. Anteil hervorgegangene Staat die Republik Haiti bildet. Die Republik Haiti zählt auf' 23 911 qkm ungefähr 550000 E., von welchen neun Zehntel Neger, das andere Zehntel, mit Ausnahme von 600 Weißen, Mulatten sind. Umgangssprache ist die französische, Staatsreligion die katholische. Hauptstadt ist Portau-Prince (l. d.). Auch galt eine Zeit lang als Hauptstadt Guarico oder Le Cap Haiti, auch Cap Haitien, sonst Cap Frangais oder kurzweg Le Cap (die Kapstadt), auch Cap Henri genannt, an der Nordküste, 135 km von Port-au-Prince gelegen, mit sehr gutem Hafen und zu seiner Zeit sehr lebhaftem Handel, 1842 aber durch ein Erdbeben fast ganz zerstört. Jetzt zählt der Ort wieder 10000 E. Die Verfassung der seit Jan. 1859 wiederhergestellten Republik H. gründet sich auf die Konstitution vom 14. Juni 1867. Die exekutive Gewalt übt ein auf vier Jahre gewählter Präsident, der die Staatssekretäre oder Minister ernennt. Die legislative Gewalt besteht aus der Repräsentantenkammer und dem Senat. Die Repräsentanten (50) werden in direkter Wahl auf drei Jahre, die Senatoren (36) auf zwei Jahre von der Repräsentantenkammer gewählt, und zwar je ein Senator von drei durch den Präsidenten dazu vorgeschlagenen Kandidaten. Der Senat ist eine permanente Körperschaft, die, wenn nicht versammelt, durch ein Komitee vertreten und von diesem nach Erfordernis wieder einberufen wird. Derselbe kann sich als oberster Gerichtshof konstituieren und sorgt bei eintretender Vakanz für die Neubesetzung der Präsidentschaft. Es gilt der Civilcoder von Frankreich. Die Republik zerfällt in fünf Verwaltungsdepartements. Oberster Gerichtshof ist das Cassationstribunal zu Portzau-Prince. Außerdem gibt es sechs Civil⸗, Kriminal-und Korrektionstribunale, sowie fünf Handelsgerichte, und Friedens⸗ und Polizeigerichte in jeder Gemeinde. An der Spitze Kirche steht ein Erzbischof. Metallgeld wird in der Republik H. nicht geschlagen; bis 1872 bestand nur ein Papiergeld, der haitische Gourde, der zuletzt so entwertet war, daß 300 Papiergourdes gleich einem amerik. Silberdollar waren. Zu diesem Preise wurde durch Dekret vom 15. Dez. 1872 das Papiergeld eingezogen. Jetzt ist die Landesvaluta vertreten durch die Silberstücke der Vereinigten Staaten von einem halben Dollar und darunter, sowie durch die nordamerik. Nickelkupfer⸗ und Bronzemünzen. Die Ausgaben für das Ende Sept. 1883 schließende Finanzjahr waren veranschlagt auf 6006 310 Piaster zu 5 Frs.). Die jährlichen Einnahmen der Regierung werden voraussichtlich genügen, um diese Ausgaben zu decken. Die öffentliche Schuld beträgt (1882) 12507884 Piaster. Der Wert der Einfuhr belief sich in Port-au-Prince 1881 — 82 auf 1906 196 Piaster. Hauptausfuhrartikel waren Kaffee, Kakao, Baumwolle, Blauholz. In alle Häfen der Republik sind 1881 eingelaufen: 792 Schiffe von 695 194 t, ausgelaufen 768 Schiffe von 686821 t. Die Armee ergänzt sich durch Konskription und Engagement Freiwilliger; der Dienst dauert für die Konskribierten sieben, für die Freiwilligen vier Jahre. Die Stärke der Armee beträgt 6828 Mann. Die Flotte besteht aus drei Avisos. Das Wappen enthält in blauem Felde einen auf zwei gekreuzten Kanonenrohren sitzenden goldenen Adler mit ausgebreiteten Flügeln, dahinter eine Palme. Die Flagge ist blau und rot horizontal gestreift. Geschichtliches. Die Insel wurde 6. Dez. 1492 von Columbus entdeckt, der sie Es panola oder Hispaniola benannte und die erste Niederlassung der Spanier in Amerika daselbst gründete. Zu dieser Zeit war die Insel von einem Indianervolk, das man auf eine Million schätzte, bewohnt, welches wahrscheinlich zum Stamme der Karaiben gehörte. Durch die grausame Behandlung, welche dieses Volk von den Spaniern zu erdulden hatte, wurde es in kurzer Zeit vertilgt; schon 1533 war es fast völlig von der Insel verschwunden. Inzwischen waren mehrere Städte gegründet worden, darunter die Hauptstadt Santo-Domingo, nach der die ganze Insel später benannt wurde. Ungeachtet der Einfuhr von Negern wollte indes die Kolonie nicht gedeihen. Die Flibustier (s. d.) setzten sich auf der Insel fest, und mit ihrer Hilfe entstanden franz. Niederlassungen im westl. Teile, die am Ende zur völligen Besitznahme dieses Teils durch die Franzosen und dessen Abtretung an dieselben von seiten Spaniens im Ryswijker Frieden (1697) führten. Dieser franz. Teil der Insel entwickelte sich bald zu hoher Blüte. Doch zugleich erzeugte sich auch durch das Mißververhältnis der Weißen zu der Zahl der eingeführten Negersklaven der Keim zum Untergang der Kolonie. Durch die häufige Vermischung Renge Weißen und Negern entstand eine große Menge Mulatten, die von ihren weißen Vätern meist bevorzugt und freigelassen wurden, ohne daß sie darum den Weißen in sozialer und rechtlicher Hinsicht gleichgestellt worden wären. Diese Volksklasse geriet durch die Französische Revolution in eine gewaltige Aufregung, während zugleich infolge der Ereignisse im Mutterlande unter den Weißen heftige polit. Spaltungen ausbrachen. Die Streitigkeiten in einer 1790 berufenen Kolonialversammlung und die Dekrete der Nationalversammlung in Paris, welche den Farbigen (Mulatten) gewisse Rechte bald einräumten, bald wieder nahmen, steigerten die Gärung aufs äußerste. Am 23.Aug. 1791 brach der Aufstand der Farbigen und Neger, welche erstern, obwohl früher die härtesten Bedrücker der letztern, jetzt diese aufgewiegelt und sich mit ihnen vereinigt hatten, um Cap Frangais aus. Unter den greulichsten Verwüstungen, sowie unter förmlicher Mitwirkung der vom Mutterlande zur Herstellung der Ordnung gesendeten Bevollmächtigten Polverel und Santhonax, griff der Aufstand immer mehr um sich, bis er endlich nach der Einnahme von Cap Frangais durch die Neger (21. bis 23. Juni 1793), welche alle Weißen ermordeten und die Stadt verwüsteten, über die ganze Kolonie sich verbreitete. Nur wenige Weiße waren no übrig; wer nicht geflüchtet, war ermordet worden. Dennoch hielten es die Bevollmächtigten des Mutterlandes fortwährend mehr mit den Aufrührern als mit den Weißen. Als 1793 die Spanier und Engländer die Kolonie angriffen, verband sich das Negerheer mit den zur Behauptung der Insel gelandeten franz. Truppen, die nun den Negern sowohl gegen die weißen Kolonisten wie gegen die Engländer und Spanier Dienste leisteten. Die Spanier mußten im Baseler Frieden 1795 den östl. Teil der Insel an die Franzosen abtreten, und die Engländer wurden von den Insurgentengeneralen Rigaud und Toussaint Louverture allmählich in die Enge getrieben, bis sie die Insel 1797 ganz verließen. er Nationalkonvent hatte schon 4. Febr. 1794 den Negern in den franz. Kolonien völlige miat heit und gleiche Rechte mit den Weißen bewilligt, 1797 wurde Toussaint Louverture vom franz. Direktorium zum Obergeneral aller Truppen auf Domingo ernannt. Doch dieser suchte sich unabhängig u machen, gab 9. Mai 1801 der Insel eine eigene erfassung und organisierte die Regierung sehr zweckmäßig. Um ihn zu unterwerfen, sandte der Erste Konsul Bonaparte 1801 den General Leclere mit 25000 Mann als Generalkapitän nach der Insel. Anfangs widersetzte sich Toussaint der Landung, mußte sich jedoch bald ins Innere zurückziehen und hier ergeben. Trotzdem ward Toussaint verhaftet und nach Frankreich geschickt. Da die wenigen Weißen nach der Herstellung der Sklaverei trachteten, brach der Aufstand unter dem Neger Dessalines von neuem aus und die durch Krankheit aufgeriebenen Franzosen mußten endlich im Nov. 1803, unter Rochambeau, die Insel räumen. Das Regiment der Weißen hatte hiermit gänzlich aufgehört. Dessalines, ein roher Tyrann, gab der Insel ihren alten Namen H. (das Bergland) wieder, ließ sich 8. Okt. 1804 als Kaiser Jakob I. ausrufen, verlieh dem neuen Staate 20. Mai 1805 eine neue Verfassung, wurde aber wegen seiner Grausamkeit schon 17.Okt. 1806 in einem Aufruhr ermordet. An der Spitze der Verschwörung standen der Negergeneral Heinrich Christoph und der Mulatte Alexander Petion. Rate brach der Haß und die Rivalität zwischen Muatten und Negern wieder aus, die fortan das eigentliche Motiv aller innern Kämpfe blieben. Der Kampf zwischen Pétion, als Haupt der Mulatten, und Christoph, als Haupt der Neger, um die Oberherrschaft hatte 1808 den Zerfall der Insel in eine Mulattenrepublik, mit Pétion als Präsidenten, im Süden und in den Negerstaat H. im Norden, mit Christoph als Präsidenten, zur Folge. Diesen Staat verwandelte Christoph 1811 in eine erbliche Monarchie und ließ sich als König Heinrich J. krönen. Pétion gab 2. Juni 1816 der Republik eine neue, tions Tode (27. März 1818) versuchte Heinrich die Mulattenrepublik mit seinem sen Rach zu vereini-Pr wurde aber durch des erstern Nachfolger, den räsidenten Boyer (s. d.), daran verhindert. Der Negerkönig Heinrich erschoß sich 8. Okt. 1820, weil er sich in einem Aufstande gegen ihn von allen verlassen sah, und es fand nun 26. Nov. 1820 die freiwillige Wiedervereinigung beider Teile des franz. Domingo zu einer einzigen Republik statt, welcher sich 1822 auch der span. Anteil der Insel anschloß, der 1808 von den Spaniern wiedererobert worden, 1821 aber sich losgesagt hatte. Seit 1822 regierte Boyer als lebenslänglicher Präsident nach der Verfassung vom 2. Juni 1816 und that alles, um die Civilisation des jungen Staats zu fördern. Er wurde erst 1843 durch neue Unruhen und Aufstände vertrieben. In den nunmehr ausbrechenden Bürgerkriegen folgten Herard-Rivière bis 1844, Guerrier bis 1845, Pierrot bis 1846 und Riché bis 1847. An des letztern Stelle trat der Negergeneral Faustin Soulouque, der erbitterte Feind aller Weißen, welcher sich 26. Aug. 1849 nach Napoleonischem Vorbild als Kaiser proklamierte, Fürsten, Herzöge und Barone dutzendweise ernannte und die haitische Ehrenlegion, den Faustinusorden, stiftete. Er behauptete sich durch Grausamkeit und List bis zum 15. Jan. 1859 am Ruder, wo er durch den Mulatten Favre Geffrard gezwungen wurde, die Krone niederzulegen und ins Ausland zu flüchten. Geffrard führte die Republik ein und wurde zu deren erstem Präsidenten erwählt. Er behauptete 0 bis zum 13. März 1867 und machte Salnave Platz, welcher 16. Juni 1867 definitiv an seine Stelle trat. Letzterer wieder ward im Winter 1869 —70 gestürzt und 10. Jan. 1870 erschossen. Von 1870 bis Mai 1874 war General Nissage Saget, der Gegner Salnaves, Präsident. Ihm folgte Michael Dominique, welcher bereits 17. April 1876 gestürzt wurde und auf einem franz. Kriegsschiffe nach St.⸗ Thomas floh, während seine 05 Louaue und tyrannischen Minister Rameau und Lorquet erschossen wurden. Ihm folgte 19. Juli 1876 der auf vier Jahre gewählte General Boisrond-Canal, den aber schon 17. Juli 1879 eine Revolution zur Flucht nötigte, worauf sich 3. Okt. 1879 General Salomon der Regierung bemächtigte und sich auf sieben Jahre zum Präsidenten erwählen ließ. Litteratur. Jordan, Geschichte der Insel H.v (Lpz. 1846); Madiou, «Histoire d'H. „ (3 Bde., Port-au-⸗Prince 1847); Handelmann, Geschichte von H.y (Kiel 1850); Nau, Histoire des Cagiques de H.v (Port-au-Prince 1855); Ardouin, Etudes sur I'histoire de H.5 (10 Bde., Par. 1853 — 61); Bonneau, XH., ses progrès, son avenir, avec un précis historique sur ses constitutions, ete.o (Par. 1862); La Selve, Hlistoire de la littérature haitienne depuis ses origines jusqu'à nos joursv (Versailles 1876); derselbe, KLe pays des Negres, voyage à H.v (Par. 1881); Ramsay, «Abrégé de la géographie d'H. (Par. 1881).