Haldenwang (Christian), einer der ausgezeichnetsten deutschen Kupferstecher, geb. 14. Mai 1780 in Durlach, besuchte seit seinem 14. Jahre die dortige Zeichenschule und kam zwei Jahre darauf in die Mechelnsche Anstalt nach Basel, wo er sich im Kupferstechen vervollkommnete. Einige gelungene Arbeiten in Aquatintamanier verschafften ihm 1796 den Ruf nach Dessau, wo die Chalkographische Gesellschaft entstanden war. H. wurde 1803 als Hofkupferstecher nach Karlsruhe zurückberufen. Später arbeitete er viel für Buchhändler. Für das Musce-Napoleon und Musée-Royal stach er mehrere Landschaften nach Grimaldi, Ruisdael, Poussin, Claude Lorrain und Elzheimer. Seine letzten und besten Arbeiten waren die Tageszeiten, in vier Blättern nach Claude Lorrains Bildern in der Eremitage zu Petersburg, und die Wasserfälle, in zwei Blättern nach Ruisdael, von welchen letztern das zweite Blatt von seinem Schüler, Schnell in Darmstadt, 1833 vollendet wurde. H. starb im Bade zu Rippoldsau 27. Juni 1831.