Hansteen (Christopher), Astronom und Physiker, zeb. 26. n M. 1784 zu Kristiania, studierte zu openhagen Mathematik. Zuerst als Lehrer an der gelehrten Schule zu Frederiksborg auf Seeland angestellt, erhielt er infolge einer Schrift über den Erdmagnetismus, die von der Akademie zu Kopenhagen den Profe erlangte, 1814 ein Lektorat und 1816 eine Professur an der Universität zu Kristiania. Im J. 1821 entdeckte er zuerst eine tägliche reguläre Variation der horizontalen magnetischen nsität. Großes Aufsehen, besonders in Eng⸗ „machten seine Untersuchungen über den Magnetismus der Erder (Bd. 1, Krist. 1819, mit Atlas). H. machte auf Staatskosten 1828 — 30 eine Reise durch Sibirien, auf welcher ihn Erman (s. d.) und der norweg. Marinelieutenant Due begleiteten. Die Ergebnisse dieser Reise sind in H.s populär geschriebenen Reiseerinnerungen aus Sibirieno (deutsch von Sebald, Lpz. 1854), sowie in dem wissenschaftlichen Hauptwerke: «Resultate magnetischer, astron. und meteorolog. Beobachtungen auf einer Reise nach Sibirieno (Krist. 1863, mit Karten u. s. w.), verarbeitet. Bald nach seiner durGrla bewilligte das Storthing (1833) die Mittel zur Erbauung einer Sternwarte in Kristiania, in deren Park 1839 auf seinen Vorschlag auch ein magnetisches Observatorium errichtet wurde. Seit 1837 stand H. auch der rasch vorschreitenden trigonometr. Vermessun Norwegens allein vor. Im Druck sind von ihm no „Meteorolog. Beobachtungen, 1837 —635 (Krist. ein Lehrbuch der Geometrier (Krist. 1835) und ein Lehrbuch der Mechanik» (2 Bde., Krist. 1836—38) erschienen. Das von ihm mit Maschmann und Lundh 1823 begonnene „Magazin for Naturvidenskaberner enthält viele seiner Abhandlungen. Nachdem H. 1861 emeritiert worden war, starb er zu Kristiania 15. April 1873.