FeedHarald oder Heriold
GeschichteBrockhaus 1882

Harald oder Heriold, Halfdans Sohn, bemächtigte sich nach dem Tode des Dänenkönigs Gottfrid, welcher ein Zeitgenosse Karls d. Gr. war, der Herrschaft im westl. Dänemark, die er dann bald mit den Söhnen Gottfrids teilte, bald im LKampfe gegen sie verlor. Wiederholt kam er als Flüchtling ins Frankenreich und wurde so einmal, als er 826 sich in Ingelheim hatte taufen lassen, von Kaiser Ludwig dem Frommen mit dem friesischen Gau Rustringen, als er auch dieses an Gottfrids Sohn Horich verlor, 839 mit Duurstede und vom Kaiser Lothar I. 841 mit der Insel Walcheren belehnt, sodaß er als fränk. Vasall starb. — Sein Bruder Rorich hatte ähnliche Schicksale und starb endlich (nach 873) als Vasall Ludwigs des Deutschen im Besitze der Landschaft an der Maas unterhalb Mastrichts, welche dann auf H.s ältesten Sohn Gottfrid überging, der 885 erschlagen ward.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 837Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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