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GeschichteBrockhaus 1882

Harnier (Wilh. von), Afrikareisender, geb. 1836 zu Eckezell im Großherzogtum Hessen, war Offizier, ging 1856 nach Agypten und Syrien, besuchte 1859 den Blauen Fluß und reiste 1860 nach dem Weißen Nil, wurde aber 23. Nov. 1861 bei Gondokoro von einem Büffel auf der Jagd getötet. Sein Bruder Adolf gab heraus: „H.s Reise am obern Nilo (Darmst. 1866). auch Panzer, Küraß, Rust derjenige Teil der üstung, welcher zum Schutz des Oberleibes bestimmt ist. Der H. setzt sich aus dem Brust⸗ und dem Rückenstück zusammen, welche gelenkartig miteinander verbunden sind. Bei den Griechen bestand der H. (Jobpott) aus Platten von Bronze; die Römer hatten zunächst den H. aus starkem Leder (lorica), später auch i Leder, welches mit metallenen Schuppen beset war, sowie den aus bronzenen Platten gebildete Im frühern Mittelalter trug man das Ring hemd, ein mit nebeneinander genähten kleinen Eisen ringen besetztes Lederwams, später das aus Drah geflochtene Panzerhemd; vom 14. Jahrh. ab hatt man den Plattenharnisch aus Stahl. Bei der vollständigen Rüstungen des spätern Mittelalter (wie sie die umstehende Abbildung zeigt) setzte sic an den H. nach oben die Halsberge oder der Ring kragen, nach unten der Blechschurz oder Krebs an Mit der weitern Verbreitung der Feuerwaffen teilt der H. das Schicksal der Schutzwaffen (s. d. über Huntnt Bisweilen wird unter H. auch die ganz üstung verstanden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 855Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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