Hartberg, Stadt im östk. Teile der Steiermark, im Hügellande an der Südseite der Centralalpen, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine Pfarrkirche mit interessanten Denkmälern, ein neues Schulhaus, das schönste im Lande, und ein fürstlich Paarsches en und zählt (1880) 1680 E. Die Stadt hat ihren Namen von der jetzt mit Weingärten besetzten Höhe, an welcher sie liegt und die ehemals Wald war. Nach den erheblichen röm. Funden in der Umgegend lag H. an der Römerstraße, die von der Donau (Vindobona) über die Vorberge des Wechsel an die Mur führte. Mit der Erbschaft des letzten Grafen von Pütten 1158 kam ihr Gebiet an die traungauer Markgrafen von Steier. Der Wohlstand H.s sank, als die alte Handelsstraße dem weitern, aber bequemern Weg über den Semmering weichen mußte.