Hase (Konrad Wilh.), Architekt, geb. in Einbeck 2. Okt. 1818, erlernte die Maurerei und ging auf die Wanderschaft. Im J. 1840 kam er nach München, wo er die Akademie und das Polytechnikum besuchte. Er baute dann Bahnhöfe in Celle, Lehrte und andern Orten, restaurierte die Klosterkirche zu Loccum und wurde 1849 Lehrer der Architektur an der Polytechnischen Schule in Hannover. H.s Streben ging dahin, die alte Technik des Backsteinbaues mit aller dem Material eigenen künstlerischen Dekoration wiederzubeleben, und er verwendete diesen Stil auch auf die Profanarchitekturen, Bahnhöfe u. s. w. Seine hervorragendsten Arbeiten sind der Bau des Museums in Hannover (1855), die königl. Marienburg bei Nordstemmen (1857—64), die Christuskirche in Hannover (1860 —64), die Restauration der St. Michaelskirche, der St. Godehardskirche daselbst, der Nikolaikirche in Lüneburg (1863), der Stiftskirche zu Bassum (1866), des Münsters zu Hameln. H. redigierte auch die Herausgabe der KMittelalterlichen Baudenkmale Niedersachsenso.