FeedHase (Karl Benedikt)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Hase (Karl Benedikt), Philolog, geb. 11. Mai 1780 zu Sulza bei Weimar, besuchte das Gymnasium in Weimar, studierte in Jena und Helmstedt Theologie und Philologie und begab sich 1801 nach Paris, wo er 1805 eine Anstellung in der Abteilung der Handschriften an der kaiserl. Bibliothek erhielt. Im J. 1816 wurde er Professor der griech. Healedes lr und der neugriech. Sprache an der Ecole des langues orientales, 1830 Professor der deutschen Sprache und Litteratur an der Polytechnischen Schule, 1832 Konservator der Handschriften der Bibliothek, 1852 endlich Professor der vergleichenden Grammatik an der Universität in Paris. Er starb daselbst 21. März 1864. H., einer der besten Kenner der byzantin. Geschichte, gab heraus des Leo Diaconus «listoriav (Par. 1819; Bonn 1828), und lieferte namentlich durch die Bearbeitung der Fragmente des Laurentius Lydus: e ostentis et mensibuso (1823), ein kritisches Meisterwerk. Für den Recueil des historiens des croisadeso sollte H. die griech. Schriftsteller bearbeiten; erschienen ist nur ein Teil (1875). Auch war H. mehrere Jahre an der Redaction des Journal des Savantso beteiligt. Sehr bedeutend sind seine Beiträge zu der von Ludw. und Wilh. Dindorf besorgten neuen Ausgabe des griech. Lexikons des Henricus Stephanus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 882Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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