Haube, Kopfbedeckung für Frauen (im Mittelalter auch für Männer), besonders für verheiratete Frauen (während die Jungfrau das Haar frei herabfallend zu tragen pflegt), daher Zeichen der Frauenwürde, und unter die H. kommen, soviel wie heiraten. Übertragen auf ähnlich geformte Gegenstände heißt H. ein geschweiftes Kuppeldach (. unter Dach); der zweite Magen (Netzmagen) der Wiederkäuer; bei Vögeln der haubenartige Federbusch am Kopf; in der Heraldik die Bischofs-e mütze; am Hammer, Beil u. s. w. die Offnung, in 1 welcher der Stiel steckt; in der r Birhtangdes der ahend u oder Kasten, der zur Verhütung des 1 Spritzens über die Messerwalze des Holländers ge-v deckt wird; bei einer Glocke deren oberster Teil. 0
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 896Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei