Hatzfeldt (Sophie, Gräfin von), bekannt durch ihr Verhältnis zu Ferd. Lassalle, geb. 10. Aug. 1805 als Tochter des Fürsten Franz Ludwig von H.Wildenburg-Schönstein, wurde 10. Aug. 1822 mit Edmund, Grafen von H.⸗Weißweiler vermählt, aber 20. Juli 1851 von ihm geschieden. WMährend des Scheidungsprozesses entwendeten, wie man sagte, auf Lassalles Anstiften, Assessor Oppenheim und Dr. Mendelsohn im Mainzer Hof zu Köln der Baronin Meyendorf im Aug. 1846 eine Kassette, worin sie für die Verteidigung der Gräfin wichtige Urkunden vermuteten. Dieser Diebstahl führte zu einem Prozeß, der großes eenne erregte und mit der Verurteilung Mendelsohns endete. Lassalle veröffentlichte eine Schutzschrift für die Gräfin und wurde deshalb wegen Verleumdung verurteilt, von der Teilnahme an dem Kassettendiebstahl nach einer meisterhaften Selbstverteidigung freigesprochen. Von da an hatte die Gräfin als «mütterliche Freundinp großen Einfluß auf Lassalle und war auch bei dessen Tode 1864 zugegen. Ihre spätern Versuche, innerhalb der sozialistischen Bewegung eine Rolle zu spielen, schlugen fehl. Nachdem sie sich mit ihrer Familie wieder ausgesöhnt, lebte sie auf dem gräfl. Gut zu Frauenstein oder in Heddernheim, zuletzt in Wiesbaden, wo sie 25. Jan. 1881 starb.