Hauptrogenstein nennt man nach dem Vorgang von Mösch eine bis 100 m mächtige Etage der Formation des Braunen Jura in der Gegend von Aargau, deren Material vorwiegend aus sehr reinen, oft kreideweißen Oolithen besteht, welche in hohen Felswänden aufragen. Auch in dem baseler Braunen Jura ist der H. bedeutend verbreitet und noch mächtiger (bis zu 200 m); hier wie dort bestimmt er das Relief der Landschaft, ist aber allerorten durch Armut an Petrefakten charakterisiert. Trotz der Verschiedenartigkeit des Materials muß dieser schweizer H. mit den dunkeln thonigen Parkinsoni-Schichten Schwabens parallelisiert werden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 902Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei