FeedHausmittel
HeilkundeBrockhaus 1882

Hausmittel nennt man im Gegensatz zu denen, welche vom Arzt aus der Apotheke verschrieben werden, solche Mittel, die man in den Haushaltungen vorrätig hält !(Hausapotheke) und in leichten oder in Notfällen auch ohne besondere Anordnung des Arztes zur Anwendung bringt. Die H. sollen ungefährlicher Natur sein, sodaß sie, wenn sie unter Umständen nichts nützen, doch auch keinen positiven Schaden bringen. Dahin gehören verschiedene Arten von Thee, Magentropfen, Brausepulver, Abführmittel, Mittel gegen Durchfall, gegen Zahnsabe „Riechsalz, Senf,‚ Blasenpflaster, Verbandalbe, Weine u. dgl. Nicht selten wird freilich durch H. großes Unheil —9 7 teils durch Anwendung ungeeigneter oder selbst schädlicher Mittel, teils dadurch, daß über dem eigenmächtigen Kurieren der richtige Zeitpunkt zu einem erfolgreichen therapeutischen Eingreifen verfehlt wird. Vgl. Niemeyer, aüber Haus⸗ und Volksmittelo (Tüb. 1864); Nußbaum, «Eine kleine Hausapotheken (Berl. 1881); Dyrenfurth, Hausapothekey (Bielef. u. Lpz. 1882); 35.1881 er homöopath. Arzneischatz (13. Aufl.,

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 910Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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