FeedHaydon (Benj. Rob.)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Haydon (Benj. Rob.), engl. Historienmaler, Eun 25. Jan. 1786 zu Plymouth, begann seine tudien 1804 zu London in der königl. Akademie. Eine seiner ersten Arbeiten war Dentatus, für den ihm die British-Institution 1810 den ersten Preis zuerkannte. Großen Beifall fanden dann sein Urteil Salomos, sein Einzug Christi in Jerusalem (1820), Christus am Olberge, Moses, von Pharao entlassen, und seine Auferweckung des Lazarus (1823). Ein Aufenthalt im Schuldgefängnis 1827 gab ihm den Stoff zu den beiden ausgezeichneten Gemälden the mock election und the chairing of the members, in denen er viel satirisches Talent bekundet. Seinen Ruhm erhöhten endlich die beiden meisterhaften Bilder: Napoleon, den Sonnenuntergang betrachtend, und der Tod des Eukles (1832). Schwächer sind seine Versammlung der Abgeordneten zur Abschaffung der Sklaverei (1840), ein Bild von kolossaler Dimension und mit 130 Porträts, und sein Wellington zu Pferde (1842). Mit Nahrungssorgen kämpfend, entleibte sich H. 22. Juni 1846. Von seinen litterarischen Arbeiten sind die Lectures on fresco (Lond. 1842) und (Lectures on painting and designo (2 Bde., Lond. 1844—46) die bekanntesten. Seine Autobiographie gab Tom Taylor heraus (3 Bde., Lond. 1853).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 931Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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