Heckmünze, Heckemünze nannte man im 17. Jahrh. die damals allgemein schlecht gewordene Münze in Deutschland. An vielen Orten wurden nämlich eigenmächtig Münzstätten errichtet, in denen man eingewechselte gute Münzsorten einschmolz und mit einem beträchtlich größern Zusatz wiederum ausmünzte. Diese Munztätten nannte man dann bung sheng oder Heckemünzen. Obgleich die Gesetzgebung streng dagegen einschritt, so konnte dieses Unwesen, das mit dem des «Kippen und Wippenv aufs engste zusammenhing, doch nicht ganz beseitigt werden. Es wurden in den Münzstätten
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 953Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei