Leßmann (Dan.), deutscher Roman⸗ und Novellendichter, geb. 18. Jan. 1794 zu Soldin in der Neumark, studierte in Berlin Medizin, trat 1813 als Freiwilliger in das preuß. Heer und ging 1819 als Hauslehrer nach Wien. Im J. 1824 nach Berlin zurückgekehrt, war er schriftstellerisch thätig. Größern Beifall als seine lyrischen Gedichte (Amathusia v, Berl. 1824, und 4Gedichtev, Berl. 1830) fanden seine «Novellen » (4 Bde., Berl. 1828—30) und einige größere Werke: 4Luise von Halling, Briefe aus Südspanien » (2 Bde., Berl. 1827), „Biographische Gemälder (2 Bde., Berl. 1829—30) und das „Wanderbuch eines Schwermütigen v (2 Bde., Berl. 1831—32, neu herausgeg. von Conradi, Berl. 1885). Am 8. Sept. 1831 nahm er sich unweit Wittenberg durch Erhängen das Leben. Aus seinem Nachlaß erschien Die Heidenmühle (2 Bde., Berl. 1833).