Liebesapfel (Lycopersicum esculentum), auch Paradiesapfel und Tomate genannt und in Deutschland nur als Kulturpflanze bekannt, in Mexiko und Peru einheimisch und zu den Solanaceen (Nachtschattengewächsen) gehörig, eine einjährige Pflanze mit einfachen oder weitschweifigen Zweigen und traubig gestellten Blüten, deren freie Staubbeutel der Länge nach aufspringen. Die zahlreichen Kulturformen haben meistens große, oft stark zusammengedrückte, bisweilen auch im selost bir lappige, oft aber kugelrunde, eirunde, selbst birnförmige Beeren von feurig-scharlachroter, orangeroter oder gelber Farbe. Sie sind von einem saftigen, zahlreiche platte Samen einschließenden Fruchtbrei erfüllt, der bei allen Südländern eine sehr beliebte Fleischwürze bildet oder in der Küche anderweitige sehr verschiedenartige Verwendung findet. Dem L. hat man gegenwärtig auch in Deutschland Geschmack abgewonnen; beliebt sind die roten Früchte. Bedingung des Gedeihens ist e den L. Aussaat (im April) in ein lauwarmes eet und ein gegen rauhe Winde und Feuchtigkeit geschützter sonniger Standort.