Lindemann-Frommel (Karl Aug.), Landschaftsmaler, Zeichner und Stecher, geb. 19. Aug. 1819 zu Markirch im Elsaß, erhielt seine Ausbildung in Karlsruhe, unternahm mehrere Reisen nach Italien und veröffentlichte seine in Rom, Neapel und Florenz gesammelten Skizzen als teilweise kolorierte Lithographien (Leipzig, später Paris); lithographische Blätter aus den Pontinischen Sümpfen erschienen 1858 (Paris), ferner 24 Blätter potsdamer Ansichten (Berlin). L. lebte erst in München, dann in Paris, wo die Weltausstellung 1855 in ihm den Entschluß reifte, sich ausschließlich der olmalerei zu widmen, zu welchem Zwecke er eine abermalige Reise nach Italien antrat. Er malte nun unter anderm den Klosterhof von Albano (im Besitz des Herzogs von Coburg in Wien), andere Landschaften für Fürst Liechtenstein in Wien, La Spezia für den Großherzog von Baden lin der karlsruher Kunsthalle). Für den Privatbesitz malte er ferner in Rom, wo er dauernd sein Atelier aufgeschlagen hat, Villa Mattei, die Pontinischen Sümpfe, Strand von Viareggio u. s. w., Arbeiten, welche beweisen, daß Rottmanns Wesen nicht ohne Einfluß auf den Stil des Künstlers geblieben ist. L. wurde 1878 Professor und wirkliches Mitglied der Akademie San-Luca in Rom.